Bundesweite MPU-Vorbereitung und Abstinenzberatung

Kokain

Kokain ist ein stark aufputschendes Betäubungsmittel, das meist geschnupft wird. Die Wirkung setzt schnell ein und hält nur kurz an – viele konsumieren deshalb mehrfach hintereinander.

Am Steuer führt Kokain zu Selbstüberschätzung und riskantem Fahren, nach dem Rausch zu Erschöpfung und Konzentrationsproblemen.

Nach der Fahrerlaubnis-Verordnung (Anlage 4 FeV) gilt: Wer Betäubungsmittel wie Kokain einnimmt, ist in der Regel nicht geeignet, ein Kraftfahrzeug zu führen. Dafür reicht schon der nachgewiesene Konsum – auch ohne Fahrt unter Einfluss. Die Fahrerlaubnisbehörde kann die Fahrerlaubnis dann direkt entziehen.

Wer unter der Wirkung von Kokain fährt, begeht nach § 24a StVG eine Ordnungswidrigkeit – beim ersten Mal in der Regel 500 € Bußgeld, 1 Monat Fahrverbot und 2 Punkte. Kommen Ausfallerscheinungen oder eine Gefährdung hinzu, wird daraus eine Straftat. Unabhängig davon prüft die Fahrerlaubnisbehörde Deine Fahreignung.

  • Nachweis von Kokain oder seinem Abbauprodukt Benzoylecgonin im Blut oder Urin
  • Strafverfahren wegen Besitzes oder Handels
  • Fahrt unter Einfluss oder Mischkonsum, häufig mit Alkohol
  • Neuerteilung der Fahrerlaubnis nach Entzug

Für die MPU brauchst Du in aller Regel einen lückenlosen Abstinenznachweis über mindestens 12 Monate – per Urinscreening oder Haaranalyse nach den CTU-Kriterien.

Kokain ist im Urin nur wenige Tage nachweisbar – deshalb sind unangekündigte Urinscreenings oder eine Haaranalyse über den gesamten Zeitraum nötig.

  • Deine Konsumgeschichte: Beginn, Menge, Häufigkeit, Mischkonsum
  • die Gründe für den Konsum und was sich seitdem verändert hat
  • ob die Abstinenz lückenlos belegt und stabil ist
  • medizinische Untersuchung, Leistungstest und psychologisches Gespräch nach den Beurteilungskriterien

Kokain wird oft im Beruf oder in der Freizeit „funktional“ konsumiert – zum Durchhalten oder Abschalten. Genau diese Muster fragen die Gutachter ab. In Einzelsitzungen arbeiten wir sie mit Dir auf.

Reicht ein einmaliger Kokainkonsum für den Entzug?

In der Regel ja – auch ohne Fahrt unter Einfluss.

Wie lange ist Kokain nachweisbar?

Im Blut wenige Stunden, im Urin wenige Tage, in den Haaren über Monate.

Was bringt ein Abstinenznachweis vor dem Entzug?

Wenn Du früh beginnst, sparst Du Zeit. Lass Dich vorher beraten, damit der Nachweis später anerkannt wird.

Du willst wissen, was in Deinem Fall gilt? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Deine Situation, die nötigen Nachweise und den Zeitplan bis zur MPU – persönlich und mit Einzelsitzungen statt Gruppenkurs. Ruf uns an unter 0800 700 1312 oder nutze unser Formular für die kostenlose Beratung.