Bundesweite MPU-Vorbereitung und Abstinenzberatung

Drogen und Medikamente

Zu den sogenannten harten Drogen zählen unter anderem Kokain, Amphetamin (Speed), Ecstasy/MDMA, Heroin und andere Opiate. Auch Medikamente wie Tilidin, Oxycodon oder Benzodiazepine spielen eine Rolle, wenn sie ohne ärztliche Verordnung oder abweichend davon eingenommen werden.

Anders als bei Cannabis gilt nach der Fahrerlaubnis-Verordnung (Anlage 4 FeV): Wer Betäubungsmittel wie Kokain oder Amphetamin einnimmt, gilt in der Regel bereits als ungeeignet zum Führen von Kraftfahrzeugen – auch dann, wenn er nicht unter Einfluss gefahren ist. Schon ein einmaliger, nachgewiesener Konsum kann zum Entzug der Fahrerlaubnis führen.

Eine MPU wird in der Regel verlangt, wenn:

  • der Konsum harter Drogen nachgewiesen wurde (z. B. durch Blut- oder Urinprobe)
  • Du unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss ein Fahrzeug geführt hast
  • Mischkonsum mit Alkohol oder Cannabis vorliegt
  • Medikamente missbräuchlich oder ohne Verordnung eingenommen wurden
  • Du die Fahrerlaubnis nach einem Entzug neu beantragen möchtest

Bei harten Drogen ist für die MPU in aller Regel ein lückenloser Abstinenznachweis über mindestens 12 Monate erforderlich. Je nach Konsummuster und Vorgeschichte kann auch ein längerer Zeitraum nötig sein. Der Nachweis erfolgt über Urinscreenings oder eine Haaranalyse nach den CTU-Kriterien.

Wichtig ist, früh und richtig zu starten: Ein nicht anerkannter oder lückenhafter Nachweis kostet Zeit und Geld.

Grundlage sind die Beurteilungskriterien. Geprüft wird unter anderem:

  • Deine Konsumgeschichte und die Gründe für den Konsum
  • ob eine stabile Verhaltensänderung erkennbar ist
  • ob die Nachweise lückenlos und anerkannt sind
  • medizinische Untersuchung, Leistungstest und psychologisches Gespräch

Gerade bei Kokain und Medikamenten wie Tilidin unterschätzen viele, wie früh die Behörde handelt und wie lange der Weg zurück dauert. In einer Einzelsitzung mit unseren Psychologen bereiten wir Dich gezielt auf die Fragen in der MPU vor und klären vorab, welcher Abstinenzzeitraum in Deinem Fall nötig ist.

Reicht schon ein einmaliger Kokainkonsum für den Entzug?

In der Regel ja. Bei harten Drogen genügt nach der Fahrerlaubnis-Verordnung grundsätzlich bereits der nachgewiesene Konsum – eine Fahrt unter Einfluss ist dafür nicht erforderlich.

Kann ich ohne Abstinenznachweis zur MPU?

Bei harten Drogen praktisch nie. Ohne anerkannten, lückenlosen Nachweis ist ein positives Gutachten kaum erreichbar.

Sind ärztlich verordnete Medikamente ein Problem?

Werden Medikamente bestimmungsgemäß nach ärztlicher Verordnung eingenommen und bist Du fahrtüchtig, ist das grundsätzlich kein Grund für eine MPU. Kritisch wird es bei Missbrauch oder Einnahme ohne Rezept.

Wie lange vorher muss ich mit dem Nachweis beginnen?

Plane mindestens 12 Monate vor dem gewünschten MPU-Termin ein. Im MPU-Check erstellen wir Dir einen genauen Zeitplan.

Du willst wissen, was in Deinem Fall gilt? Im kostenlosen Erstgespräch klären wir Deine Situation, die nötigen Nachweise und den Zeitplan bis zur MPU – persönlich und mit Einzelsitzungen statt Gruppenkurs. Ruf uns an unter 0800 700 1312 oder nutze unser Formular für die kostenlose Beratung.